Ursulinen-Kongregation Düsseldorf, OSU

Entstehung

Weihnachten 1681 wurde für die Gemeinschaft der Düsseldorfer Ursulinen die Klausur eingerichtet und damit offiziell das klösterliche Leben begonnen. Der Ursulinenorden ist älter. Er geht in seinem Ursprung auf die "Compagnia di santa Orsola", die Gesellschaft der hl. Ursula, zurück, die 1535 von der hl. Angela Merici in Brescia/Oberitalien gegründet wurde. Die Frauen der Gemeinschaft lebten zunächst nicht in einem Kloster, sondern einzeln, aber der Ordensregel verpflichtet, die 1544 päpstlich anerkannt wurde. Im 17. Jahrhundert wurde die "Gesellschaft der hl. Ursula" in einen Orden päpstlichen Rechts umgewandelt. 1639 kamen die ersten Ursulinen über Bordeaux und Lüttich nach Köln. 1681 wurde das Düsseldorfer Ursulinenkloster als rechtlich selbständige Niederlassung von Köln aus gegründet.

Die Schwestern leben in autonomen Klöstern, zusammengeschlossen in der Föderation deutschsprachiger Ursulinen.

Aufgabe und Einsatzgebiete

Zu allen Zeiten haben sich die Ursulinen nach dem Vorbild ihrer Stifterin für Menschen in Not eingesetzt und sich besonders der Erziehung und Ausbildung junger Menschen gewidmet, auch als es für Mädchen noch kaum Bildungsmöglichkeiten gab. Die Schwestern sehen ihren Auftrag darin, den Menschen in Leben und Wort die Botschaft Christi nahe zu bringen. Bis in die jüngste Zeit hinein war der Ursulinenorden ein Schulorden. Die meisten Schulen wurden inzwischen in bischöfliche Trägerschaft übergeben (Köln, Düsseldorf, Wipperfürth, Hersel).

Die Ursulinen arbeiten in der Verwaltung und Wirtschaftsführung des Klosters, in der Pflege der alten und kranken Mitschwestern, als Lehrerinnen an erzbischöflichen Schulen, in religiöser Weiterbildung von Erwachsenen, in der Krankenhausseelsorge und in der Mission. Ehrenamtlich engagieren sich einige Schwestern in der Pfarre, z.B. bei der Taufkatechese für Erwachsene, mit dem Angebot von geistlicher Begleitung und von Beratungsgesprächen.

Lebensform

Die Schwestern führen ihr Leben nach den drei Gelübden der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams um des Gottesreiches willen.
Das Gebet ist die Grundlage des Gemeinschaftslebens und des Apostolates. Die Schwestern kommen, soweit es möglich ist, täglich zur Eucharistiefeier zusammen. Im kirchlichen Stundengebet treten sie mit Lob, Dank und Fürbitte für das Heil der Welt ein. Laudes und Vesper beten sie möglichst gemeinsam. Die Komplet oder eine andere Form des Abendgebetes bildet den Abschluss des Tages. Gebet und Meditation sind wesentlich für ein Leben aus dem Glauben. Jede Schwester sucht das rechte Maß für ihr persönliches Beten selbst.

Aufnahme und Ausbildung

Die ersten Jahre bis zur endgültigen Aufnahme durch die Gelübde auf Lebenszeit dienen der Gemeinschaft und der einzelnen Schwester zur gegenseitigen Erprobung. Diese Jahre werden eingeteilt in Postulat, Noviziat und Juniorat. Im Postulat kann eine berufliche Ausbildung begonnen bzw. fortgesetzt werden. Während des Noviziates können Praktika und Studien auch außerhalb des Hauses durchgeführt werden.

Frauen, die bereit sind, im Sinn unserer Stifterin Angela Merici ihr Leben zu gestalten, können sich der Ursulinen-Gemeinschaft als Aggregierte anschließen.

Kontaktadressen

Zur Ursulinen-Kongregation Düsseldorf gehören die Niederlassungen:

Konvent der Ursulinen
Wilhelm-Raabe-Str. 5
41564 Kaarst
Tel.: 02131 95711-0
Fax: 02131 95711-15
E-Mail: ursulinen@ursulinen-kaarst.de

Konvent der Ursulinen
Seniorenhaus Heilige Drei Könige
Schönsteinstr. 33
50825 Köln-Ehrenfeld
Tel.: 0221 20650-2208
E-Mail: verwaltung@ursulinen-duesseldorf.de