Arbeitsrecht

Diözesane Aufgaben der Regionalkantoren |Arbeitsrecht|

Odilo Klasen
(Düsseldorf) [Kontakt]


Das Feld ‚Arbeitsrecht‘ als diözesane Aufgabe im Bereich kirchenmusikalischer
Tätigkeit meint für mich nur zu einem Teil die
in KAVO und Amtsblatt niedergelegten Bestimmungen. Wesentlich
ist darüber hinaus die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung
in den vielen je ganz verschiedenen Arbeitsverhältnissen in
den Gemeinden. Die entwickelten und verfaßten Regeln entwerfen
einen Standard, der nach den jeweiligen Notwendigkeiten
und Möglichkeiten umgesetzt werden muß. Es gilt die Vertragsgrundlagen,
die Arbeitssumsetzung, die Anforderungen an die
Dienstausübung und die Dienstbedingungen im Blick zu halten
mit folgenden Mitteln:

- Vergleich auf der Basis von Information
- Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen RK-Ebene und
den Vertretern in KODA und ZKD
- Beratung und Moderation, wo notwendig und angefragt
- Initiativen zu Stabilisierung, Ausgestaltung und Verbesserung
von Arbeitsverhältnissen und Arbeitsumständen
- Vortrag in den Gremien RK-Konferenz und Liturgiekommission
Sektion B, auch DCV
- Beobachtung der Entwicklung von Ausbildungsordnungen, Bewertung
in Bewerbungsverfahren

Tiefgreifende Umgestaltungsprozesse, so Tätigkeitsmerkmale
KAVO, Umstellung auf TVöD, Neuzuschnitt der Seelsorgebereiche,
haben in dichter Folge in den letzten Jahren stattgefunden.
Starke Verschiebungen, positiv wie für manchen auch negativ
haben stattgefunden. Manches wird hinterfragt, mancher Vorgang
ist noch nicht abgeschlossen oder gar streitig.
Insgesamt konnte durch das Konzept Kirchenmusik im Erzbistum
Köln eine gut bestellte kirchenmusikalische Landschaft
geschaffen werden. Das Erreichte gilt es weiter zu pflegen, zu
sichern und zu entwickeln.

Der dienstliche Auftrag an uns Kirchenmusiker hat sich in den
letzten Jahren sehr stark gewandelt: Zu traditioneller Chorarbeit
und Orgelspiel sind vielfältige Aufgaben mit stark pädagogischen
und pastoralen Akzenten hinzugekommen, wobei gerade
für letztere eine entsprechende Anerkennung und Einschätzung
nach wie vor schmerzlich vermisst wird. Einen sehr großen Anteil
nimmt inzwischen Kommunikation und Organisation ein. Es
ist schlicht nicht mehr selbstverständlich, daß eine Chorgruppe,
ob Kinder oder Erwachsene; zu einem gewohnten Zeitpunkt mehr
oder weniger vollständig erscheint: Dies bedarf kontinuierlicher
Begleitung und Bewerbung. In den großen Seelsorgebereichen
kann der Musiker nicht alles selbst machen: Delegation, Förderung
und Heranbildung von Multiplikatoren sind weitere Aufgabenfelder,
die ebenso wichtig wie neu und ungewohnt sind.
Mehr und mehr erfahren die einzelnen Gottesdienste sehr unterschiedliche
Gestaltungen, das erfordert ein großen Zeitbedarf an
Absprachen und je eigene Vorbereitung. All diese Dinge benötigen
Raum und Mittel.

Die genannten Punkte bedürfen allmählich des Eingangs in die
allgemeinen Grundlagen unserer Arbeitsverträge, stabil, mit adäquaten
Zeitansätzen und Bewertungen über die bereits gegebenen
Möglichkeiten für SB-Musiker hinaus.

Um Mithilfe bitte ich durch Ansprache, Austausch und Information.