Kirchenchöre

Diözesane Aufgaben der Regionalkantoren |Kirchenchöre|

Manfred Hettinger-Kupprat
(Rhein-Erftkreis) [Kontakt]


Zurzeit gibt es im Erzbistum Köln ca. 760 Chöre, die unter Erwachsenen-
Chöre zusammengefasst werden können. Darin singen
etwas 25.000 Menschen. Die Altersspanne reicht von 18 bis
80 Jahre. Welche Altersgruppe das eindeutige „Übergewicht“
hat, weiß jeder, der sich für Kirchenmusik interessiert.

Daraus ergibt sich – oder besser: hält sich seit Jahren hartnäckig
– das erste Problemfeld:
Überalterung in den Chöre und die daraus resultierenden Folgeerscheinungen,
die mittlerweile immer häufiger zur Auflösung
von Chören führen.

Ein weiteres Problemfeld bilden die Veränderungen, die sich aus
den Umstrukturierungen der Gemeinden ergeben (haben) bzw.
aus der Umsetzung des Stellenplanes Kirchenmusik.
Die Pfarrkirche als zentraler Ort des Gemeinde- und damit des
Chorlebens gibt es kaum noch. Der „Kirchen“-Chor, dem man
die „Kirche“ nimmt, muss sich neu nach seiner Identität und seinen
neuen Aufgaben fragen.
Ebenso hat sich das Bild des Kirchenmusikers und Chorleiters
verändert. Er ist meist nicht mehr nur für „uns“ da, sondern hat
mehrere Chöre. Hier heißt es für viele Chöre: Kooperieren, Fusionieren,
Chorgemeinschaften bilden, sich auf den Weg in andere
Kirchen machen .... viele Veränderungen!
Spiegel dieser Veränderungen sind die Berichte und Diskussionen
der in den Stadt- und Kreisdekanaten eingerichteten Chorvorstandstreffen,
zu denen die jeweiligen Regionalkantoren einladen.

Von den oben genannten 760 Chöre versuchen aber ca. 60 schon
durch eine phantasievoll Namensgebung deutlich zu machen,
dass sie etwas anders machen wollen, etwas neues probieren.
Dies sind häufig kleinere und meist jüngere Ensembles, die
durch zeitgenössisches Repertoire und projektbezogene Arbeit
das traditionelle Erscheinungsbild des Kirchenchores verändern.
Ist das die Zukunft ?

Meine Aufgabe wird es sein, dieses alles im Blick zu haben
und in Zusammenarbeit mit dem Diözesan-Cäcilienverband als
Dachverband der Chöre Ansprechpartner zu sein und bei Bedarf
Hilfestellungen zu geben bzw. zu entwickeln.